Vieles hat meinen Lebensweg geprägt, doch eine Episode war besonders einschneidend:

 

Es passierte, als der litauische Dirigent Jonas Aleksa einen Meisterkurs an der Musikakademie Kaunas gab. Allein durch den Unterricht und die Anleitung durch diesen großartigen Dirigenten war ich, damals Bachelor-Studentin für Chorleitung, im siebten Himmel… Später, ganz unerwartet, kam Maestro Aleksa zu mir und sprach mich an:

 

“Du könntest in meiner Klasse Orchesterdirigieren studieren”, sagte er. Er rauchte und sein Blick ruhte aufmerksam auf mir. Ein Glücksgefühl überströmte mich. “Wie konnte er von meinem größten Traum wissen? Würde dies nun DER Anfang sein?! Ein Gedankensturm brach in meinem Kopf los, während mein Herz wie verrückt klopfte: Werde ich wirklich ein Orchester dirigieren?

 

Zerknirscht kehrte Aleksa schon nach kurzer Zeit zurück: “Ich habe meine Meinung geändert. Ich kann dich nicht akzeptieren. Du wärst das einzige Mädchen in meiner Klasse. Die Kollegen würden mich nicht verstehen.” Diese herbe Enttäuschung war der Beginn meines scheinbar so unkonventionellen Weges, hin zu meiner Bestimmung….

 

Heute wage ich zu sagen: Ich komme von nirgendwo her. Das ist aufrichtig und wahr; denn dieser Weg aus dem Nirgendwo ist voller authentischer und reicher Erfahrungen. Er ist es, der mich als Dirigentin ausmacht… und meine Reise beschreibt.

 

Mehr Informationen unter: in Vorbereitung:

 

ADRIJA ČEPAITĖ‘s Musizieren ist tief in der Gesangtradition ihres Heimatlandes Litauen eingewurzelt. Nach Studien an der Musik Akademie und ersten praktischen Erfahrungen als Chorleiterin sowie Organistin ging Čepaitė nach Österreich, wo sie in Graz Orchesterdirigieren, Kirchenmusik und gregorianischen Choral studierte.

 

Später hat sie als Dirigentin und Sängerin an verschiedenen künstlerischen Projekten, Konzerten und CD – Produktionen aktiv teilgenommen.

 

Čepaitė ist Mitbegründerin des Vokalensembles „Graces & Voices“. Seit 2011 führt das Ensemble Gregorianik und zeitgenössische Polyphonie auf und hat zahlreiche CD-Aufnahmen gemacht. Die letzten Aufnahmen des Ensembles hat die besten Bewertungen erhalten: sie wurden von der Zeitschrift Pizzicato zur „Aufnahme des Jahres“ gewählt, von „ICMA-Awards“ nominiert und von „BBC Music Magazine“ die Bewertung von 4 Sternen erhalten.

 

Čepaitė hat in den letzten Jahren regelmäßig das Litauische Nationale Symphonieorchester, das Kaunas Symphonieorchester und das berühmte Litauische Kammerorchester dirigiert. Mit dem Kammerorchester hat sie die klassische Musik der baltischen Komponisten auf zwei CDs aufgenommen. Die CDs haben ausgezeichnete Rezensionen genossen; eine davon wurde in die Nominierungsliste „Grammy 2020“ aufgenommen.

 

Vor Kurzem führten Konzertengagements Čepaitė zum Sofia Philharmonic Orchestra, zum Kurpfälzisches Kammerorchester Mannheim, zum Klaipėda Kammerorchester und zur Nordwestdeutsche Philharmonie Herford. Mit der Nordwestdeutschen Philharmonie hat sie in 2020 anlässlich des Beethoven – Jubiläums eine CD aufgenommen.

 

Neben der Teilnahme als eingeladene Dirigentin an verschiedenen Projekten in Litauen, Deutschland und in der Schweiz entfaltet die Künstlerin auch ihr grosses Interesse an dem Komponieren. Ihre Komposition („Introitus“ für Streichorchester und Stimme) wurde in diesem Jahr von Litauischen Kammerorchester aufgeführt.

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